Die Macht der Bilder und der Sprache - Kommunikation Anfang Juni 2020


Ich erwähne mit Absicht das Datum "Anfang Juni 2020". Denn bei meiner heutigen Betrachtung spielt das Datum eine Rolle. Immerhin hat Europa das Schlimmste überstanden, selbst in den am härtesten getroffenen Ländern wird über Urlaub in diesen Ländern nachgedacht, berichtet und die Weichen sind längst gestellt.


Wenn ich jedoch in diesen Tagen der Bildberichterstattung internationaler Nachrichtenportale (vorzugsweise aus der Finanzwelt) folge, gewinne ich den Eindruck eines einzigen Notstandsgebiets. Wohlgemerkt: in einem heute publizierten Beitrag aus Spanien wird darauf hingewiesen, dass in Spanien nun schon den zweiten Tag hintereinander kein einziges Todesopfer zu beklagen ist. Begleitet wird dieser Beitrag jedoch -wie schon seit Monaten- von maskierten Menschen. Weil ich gerade heute mit einer Bekannten in Mallorca telefoniert habe (ich lebe zum Teil dort), weiß ich, dass die Menschen ganz normal auf den Straßen (also ohne Maske) unterwegs sind. Aber die Bildsprache wird nach wie vor von Maskierten und - noch schlimmer - von irgendwelchen Männleins in weißen Ganzkörperschutzanzügen dominiert und ich frage mich schön langsam, was das soll. Noch ein Beispiel: Sehen Sie sich - ebenfalls am Ende dieses Beitrags - das Bild aus Deutschland an. Eine Barrikade riegelt eine Straße ab, Datum Ende Mai. Worum ging es bei dem Bild überhaupt? Und haben Sie Ihre Realität in D/Ö/CH Ende Mai so erlebt? Aber der Eindruck ist zum Fürchten, oder? Wohin das Auge in den Medien blickt: "Krise", Todeszahlen (was das noch immer soll?). Botschaft: die Welt ist krank, versinkt im Chaos. Sehen Sie sich den Irrsinn in Bildern ganz unten an.


Was das aber für uns im Tourismus bedeutet? Ganz abgesehen vom Schaden für unsere Branche? Ich denke, dass die Hotellerie gut beraten ist, sich auf Websites und in der Vorfeld-Kommunikation nicht mehr als nötig mit Hygienevorschriften und dem Hinweis, dass es "sicher ist, zu Ihnen zu reisen" aufzuhalten. Denn die herrschenden Bestimmungen sind restriktiv genug und Menschen aus Mitteleuropa gehen wohl davon aus, dass diese Vorschriften auch eingehalten werden. Es dürfte sich herumgesprochen haben, dass es Mindestabstände und Türklinkenputzen gibt. Und wer sich im Detail informieren möchte, kann das aktiv tut. Ich glaube auch nicht, dass Jene, die sich diesen Sommer vor Corona fürchten, auch mit Sicherheitsbekundungen von Ihrer Seite überzeugen lassen. Ängstliche und Übervorsichtige werden heuer auf Balkonien oder im eigenen Garten mit Abstand zu den Nachbarn urlauben.


Weisen Sie vielmehr darauf hin, ob bzw. ab wann in Ihrer Region die Seilbahnen, Ausflugsattraktionen etc. geöffnet haben. Bieten Sie Informationen, die aus organisatorscher Hinsicht (und nicht aus reglementorischer) wichtig sind und bereiten Sie Freude, bleiben Sie beim Schönen und nicht Einschränkenden.


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