#Hashtag: alles Instagram oder was?

Als Marketer weiß ich schon bald nicht mehr, ob Instagram ein Segen oder ein Fluch ist. Die Bilderflut kennt kein Erbarmen, so viele Alpenpanoramen, Hunderln, Katzen und Sonnenuntergänge. Nicht zu vergessen all die jungen Damen und Herren, die dann mehr oder weniger dezent bunte Sneakers, Hoodies oder Bienenwachsseifen präsentieren. Ich frage mich, wer sich das noch ansieht, aber die Statistik weiß es besser.


Mittlerweile ist - gefühlt - jeder zweite Beitrag ein sponsored ad. Oder eben ein Beitrag von einem Unternehmen, naturgemäß sehe ich besonders viele Hotels, die sich auf Instagram versuchen. Und dabei wird viel Pulver wahrscheinlich ziemlich unnötig verschossen. Einerseits überbieten sich Hoteliers teilweise in Ideenlosigkeit, was die Beiträge betrifft: witzlose Landschaftsbilder bzw. heile Welt ohne aktuellen Bezug oder Zimmer von links und von rechts, versehen mit den gleichen salbungsvollen Umschreibungen wie auf den genauso förmlich formulierten Websites. Pep, wo bleibst du? Was mir aber besonders auffällt, ist der manchmal wirklich dilettantische Umgang mit Hashtags. Da fand ich kürzlich in einem Hotelbeitrag unter anderem als Hashtag das Wort "Wolkendecke". Oder Worthülsen wie "feeling". Zwischendurch Hashtags mit Rechtschreibfehler, was dann ohnehin für den gewählten Begriff als Reise ins Nirvana endet. Wer aus einer potenziellen Zielgruppe wird "Wolkendecke" abonniert haben? Und damit eine Assoziation zu einem Urlaubshotel herstellen? Übrigens lässt sich für jeden Hashtag prüfen, wieviele Beiträge es dazu gibt und welche Inhalte unter dem gewählten Hashtag gepostet werden. Es wird wohl naheliegender sein, dass bei "Urlaubintirol" mehr potenzielle Reisende zu finden sein werden als Cumulus-Wolkenformations-Fanatiker.


Und weil ich schon dabei bin: es ist wunderbar, tausende AbonnentInnen zu haben. Immer wieder höre ich, dass das gut ausschaut, wenn da 3500 Abonnenten steht. Nur: welchen Nutzen sollen diese haben, wenn 70% davon aus Pakistan oder Schwarzafrika kommen? Übrigens wird Instagram, so hört man, den Herzerlwettbewerb in absehbarer Zeit einstellen. Damit geht's wirklich nur um Reichweite, egal ob ein Beitrag nun 50 oder 150 Herzerl erhalten hat.


Wir betreuen Tourismusunternehmen auch, indem wir die gesamte Kommunikation auf Instagram und Facebook durchführen und betrachten social media als ein Tool, um Content informell, punktuell und originell zu platzieren, aktuell zu sein, Lebenszeichen und Stimmung zu präsentieren (auch die Dinge, die uns derzeit weh tun, nicht verschweigen) und somit Markenarbeit zu pflegen.

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