Allheilmittel Instagram?

Der Werbedruck auf Instagram scheint monatlich zu wachsen, so mein Eindruck. Ich verantworte selbst mehrere Instagram-Accounts und halte mich deshalb täglich in diesem größten Bilderbuch der Welt auf. Spätestens seit letztem Winter finde ich dort mehr Hotelwerbung denn je, obwohl sie schon vor geraumer Zeit gefühlte 20% des gesamten von mir beobachteten Content ausgemacht hat (was nur bedingt damit zu hat, dass ich selbst Hotelthemen und Freizeitwirtschaft in meinem Feed anziehe, denn ich bin für verschiedene Branchen tätig). Und wenn es kein Hotel ist, das wirbt, ist es ein Lifecoach, eine Internetagentur oder irgendein anderes Unternehmen. Fazit: meiner Erfahrung nach ist etwa ein Drittel aller Beiträge kommerziellen Anliegen geschuldet, ein guter Teil davon bereits als sponsored Ad, Tendenz steigend.


Das heißt: man kann davon ausgehen, dass sich mittlerweile ein bedeutender Teil der Besucher dieses sozialen Mediums darin aufhält, weil er selbst geschäftliche Interessen verfolgt. Entsprechend sind dann natürlich auch Herzerl und Following zu betrachten. Folgst du mir, folg' ich dir auch... ist ja ohnehin ein bekanntes Prinzip in dieser - na ja, vielleicht doch etwas seltsamen - Welt. Kalkül statt echtem Interesse. Ich habe weiters die abertausenden Followers einiger Hotels überflogen, um mir anzusehen, woraus sich die 7.000 Followers mancher Branchengrößen zusammensetzen. Ein keineswegs unerheblicher Teil der Follower hat selbst 0 Beiträge gestaltet (da gibt es also ein Konto, jedoch kein Engagement), dazu gesellen sich ganze Legionen an Alis und Mohammeds (dies ist keineswegs rassistisch bzw. disqualifizierend gemeint), die höchst wahrscheinlich nicht der Zielgruppe eines Tiroler Top-Wellnesshotels angehören, dann kommt der halbe Ort bzw. das private Umfeld des Unternehmens, was sich aus den Namen erschließt und somit bleibt von den 7.000 nicht mehr so wahnsinnig viel übrig. Wobei der Kult um Likes und Anzahl von Followers ohnehin als überholt gilt, denn der Algorithmus belohnt etwa ein intensives Gestalten von Beiträgen mehr als die Zahl der brav folgenden Schäfchen.


Worum es mir in diesem Beitrag jedoch geht, ist die von manchen - wie mir scheint - alternativlose Idee, wo wie geworben soll. Alles und jeder "macht Instagram" (und natürlich in Kombination mit dem großen Bruder Facebook), aber auch hier gibt man bares Geld für Reichweite oder CTA aus. Und auch dieses summiert sich. Wenn wir jedoch das Involvement (wisch, wisch und weg) vergleichen mit der großflächigen Anzeige, die wir im Zuge von Gegengeschäftskooperationen, etwa mit der Süddeutschen Zeitung anbieten können, in der bis zu 1,27 Millionen Menschen diese Anzeige tatsächlich sehen können und ein Betrieb dort nicht einer von Abertausenden sondern einer von einer überschaubaren Anzahl ist, dann bin ich der Meinung, dass die gute alte Zeitung ihre Chance vor allem zu solchen Konditionen verdient. Aus der Marktforschung weiß man, dass Glaubwürdigkeit und Aufmerksamkeit im richtigen Printmedium zu Resultaten führt. Wir selbst beobachten an den Tagen der Schaltungen ein eklatant spürbares Ansteigen von Clicks auf die Website und Buchungsanfragen.


Mein Fazit: überlegen Sie, ob Instagram/Facebook wirklich das Allheilmittel für die Gewinnung von Neugeschäft ist. Wir haben attraktive Alternativen in namhaften Qualitätsmedien, die Ihnen zu sensationellen Konditionen das Tor zu einer attraktiven Käuferschicht bietet. Details dazu gibt es hier .



38 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen