Schockstarre am 11. Mai überwunden?

Aktualisiert: Mai 12

Ich surfe regelmäßig auf Hotelwebsites, meistens von Häusern aus dem österreichischem Alpenraum. Einerseits zeichne ich selbst für den Content der einen oder anderen Hotelwebsite verantwortlich, zumal ich für Hotels strategische Konzepte entwickle und diese dann auch in Sprache umwandle und somit gestalte. Andererseits beobachte ich als Marketingmann naturgemäß die Szene.


An den nun langsam und in kleinen Schritten gelockerten Ausnahmezustand haben wir uns ja zwischenzeitlich zu einem gewissen Grad gewöhnt, der längst fällige Friseurbesuch ist erledigt und wir bewegen uns wieder kreuz und quer ohne schlechtes Gewissen durch unsere Alpenrepublik. Der nächste Schritt Normalität soll nun auch wieder, wenngleich in etwas eingeschränkter Form, zurückkehren, indem Gastronomie und Hotellerie wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Wenn ich jedoch den Blick auf gar nicht so wenige Websites werfe, gewinne ich den Eindruck, als wäre die Welt am 13. März stehen geblieben.


Dazu ein kurzer Exkurs aus dem eigenen Nähkästchen: jene Hotels, die sich in dieser Phase meinem Unternehmen bzw. mir anvertraut hatten, blieben in ständigem Kontakt mit ihrer Community und kommunizierten die aktuelle Lage bzw. erzeugten zu einem gewissen Grad auch einen Dialog zwischen Quarantäne hier und Quarantäne dort. Zwischenzeitlich haben wir auch den Countdown für die Wiedereröffnungen in Newsletters eingeläutet und die Öffnungs- und Klickraten dieser Newsletters waren durchwegs rekordverdächtig, so groß war offenbar die Neugier der überwiegend deutschen Gäste auf aktuelle News und Angebote. Hotels mit einem online-Gutscheinshop konnten sich außerdem in den letzten Wochen wenigstens ein kleines Körberlgeld dazu verdienen. Grundvoraussetzung war jedoch, dass auf der Hotelwebsite sofort und permanent Bezug zum jeweils aktuellen Stand der Dinge hergestellt worden war (natürlich auch in den sozialen Medien, aber das alleine reicht eben auch nicht).


Wenn ich jedoch heute, am 11.5. auf Websites von Hotels etwa lese, dass ihr „Haus seit heute geschlossen ist“ (immerhin war man damals aktuell) oder noch die Skifahrer auf meinem Bildschirm carven, die Winterangebote die Startseite zieren und diese Websites ein Bild zeichnen, als wäre nichts gewesen, verstehe ich die (touristische) Welt nicht mehr. Immerhin wird jetzt wohl einmal bald für alle die Saison beginnen, egal ob am 29.5. oder für Manche erst irgendwann im Juni. Selbst wenn man aktuell noch nicht weiß, an welchem Tag nun genau vor allem die Grenzen nach Deutschland geöffnet sein werden, wird wohl doch davon auszugehen sein, dass das in Bälde passieren wird. Gerade heuer wird der Kampf um Gäste groß sein, also erscheint es mir höchst an der Zeit, aus dem Winterschlaf zu erwachen und die Werbetrommel auszupacken.

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