Wie denn nun Sommerurlaub 2021 kommunizieren?

Aktualisiert: Mai 18

"Mit Abstand am besten" ist eine der seit Wochen wieder bis zum Abwinken getrommelten Botschaften von Hotels und Destinationen aus dem Alpenraum. Zu 100en auf Instagram derzeit zu sehen. Was vor einem Jahr aufgrund des Wortspiels noch irgendwie originell geklungen hat, erscheint mir mittlerweile als erstens zu Tode geritten und zweitens ungefähr so notwendig wie im Mai 2021 ein Hinweis auf kostenloses W-LAN oder die Tatsache, dass das Hotelzimmer über Flatscreens verfügt.


Soll heißen: das Abstands-Thema wurde längst zur Kultur erhoben und die Menschen wissen längst, wo es eher leichter ist, diesen Abstand zu gewährleisten und wo nicht. Es wurde insofern zur Selbstverständlichkeit bzw. zu einem "no na", wie wir in Österreich dazu sagen. Und genauso weiß auch jeder potenziell Reisende, dass sich auf dem Wanderweg in den Alpen weniger Leut' auf engem Raum tummeln werden als in schmalen Gassen der römischen Innenstadt.


Was ist nun aktuell wirklich wichtig für die Kommunikation?


Wenn schon das Abstandsthema von einem Hotelbetrieb kommuniziert wird, sollte dieser meiner Ansicht nach ganz konkret auf die eigenen Umsetzungsmaßnahmen eingehen. Hinweise auf Ihren individuellen Umgang mit Zugangsbeschränkungen für Spa/Wellness oder andere neuralgische Bereiche geben mehr her als diese eingangs erwähnte Floskel. Ich erwähne - nebenbei - in diesem Zusammenhang auch die von uns angebotene Lösung zur Besucherfrequenzmessung. Oder verweisen Sie auf die in Ihrer Region wohl ohnehin verordnete Anzahl von Personen pro Tisch und ähnliche konkrete Informationen, die nämlich keineswegs so klar für Gäste sind, weil sie sich möglicherweise von den Regelungen in ihrem Heimatland unterscheiden.


Verunsichert sind Konsumenten derzeit wohl auch bezüglich Vorschriften für Einreise und Rückreise, zumindestens so lange das Thema "grüner Pass" noch nicht EU-weit geklärt ist. Natürlich können Sie auf Ihrer Website keine konkreten Auskünfte darüber erteilen, aber Links zu offiziellen Stellen, die ja dann stets aktuell sind, helfen bestimmt bei der Urlaubsplanung.


Als unabdingbar erscheint mir auch der Hinweis darauf, "was geht und was nicht". Sind die Bergbahnen geöffnet? Haben touristische Attraktionen, Funparks, Freibäder, Restaurants geöffnet, gibt es Unterhaltung am Abend, sind Klettergarten, Tennisplätze und Rafting-Anbieter geöffnet?


Worauf ich hinaus möchte: was vor einem Jahr noch wichtig in der Kommunikation war, ist heute schon wieder selbstverständlich geworden, dies betrifft dieses "Urlaub mit Abstand am besten" und den Hinweis darauf, dass bei Ihnen brav gereinigt wird. Heute geht es meiner Meinung nach darum, den Leuten zu vermitteln, dass ihr Urlaub kein Pandemie-Urlaub wird, der voller Einschränkungen und ungeklärter Probleme ist, sondern wie was funktioniert. Mir ist bewusst, dass sich das immer wieder noch - hoffentlich zum Guten - ändern kann, daher helfen Links zu den Destinationen und offiziellen Stellen, die wohl stets aktualisiert werden.


Foto "Covid-geschützter Tiroler Baum": copyright Gerald Grossbauer


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