Wieder aufsperren und alles ist ein Selbstläufer?



Auch Urlaubshotels sind in der Krise längst keine Selbstläufer – das legt eine neue Studie nahe. Eine Marktbereinigung von 10 bis 20 Prozent bei den Betrieben wird darin prognostiziert. Zielgebiete müssen sich demnach professioneller aufstellen, um nach Corona von der Nachfrage nach Inlandsreisen zu profitieren.“ Das ist ein Zitat aus dem AHGZ-Newsletter von heute, 9.2.2021. Und es bezieht sich - wohlgemerkt - auf die deutsche Ferienhotellerie.


Mir stellt sich die Frage, ob es - egal wo - so selbstverständlich sein wird, dass "sie uns die Bude einrennen werden", wie mir in einzelnen Gesprächen mitgeteilt wird. Freilich wird Nachholbedarf herrschen, so weit sind sich meiner Einschätzung nach viele Touristiker einig. Ich denke aber auch, dass der Wettbewerb größer denn je werden wird, die Vorboten sind social-media-Bombardements, die aktuell von Woche zu Woche massiver werden. Gefühlt jeder dritte Instagram-Beitrag ist ein sponsored ad oder ein Posting von einem Hotel oder einer Tourismusdestination. Das spricht dafür, dass der Kampf vor allem um Gäste aus Deutschland größer denn je werden wird und auch wenn es so mancher alpenländische Touristiker nicht wahrhaben will: die Deutschen werden auch im Sommer 2021 wieder nach Kroatien, Griechenland und Spanien ans Meer düsen wollen (und genauso dürfen wie nach Österreich) und nicht nur nach Österreich, Südtirol, an die Nordsee und nach Bayern.


Daher wird es aus meiner Sicht sehr wohl erforderlich sein, am Markt kreativ (!) aktiv zu sein. Und gleichzeitig vorsichtig mit seinen Budgets umzugehen. Aber nur davon auszugehen, dass "die Bude ohnehin eingerannt wird", halte ich für gefährlich. Wir haben da übrigens etwas, das gerade in diesen Zeiten eine kluge Strategie sein sollte: unsere Comeback-Initiative.


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