ÖW Studie Urlaubsreisepläne Sommer 2021,

durchgeführt Februar 2021

Hier fassen wir unsere Erkenntnisse aus einer brandneuen Studie, die die Österreich-Werbung Anfang Februar dieses Jahres durchgeführt hat, zusammen. Man hat dabei deutsche und österreichische Bürger zu ihren Urlaubsplänen für die Sommersaison 2021 befragt, vordergründig ging es dabei naturgemäß um die Nachfrage für Österreich. Die Ergebnisse sind unserer Ansicht nach jedoch nicht nur für Beherbergungsbetriebe in Österreich relevant sondern wir denken, dass sie auch aufschlussreich für die Hotellerie im Alpenraum schlechthin sind. Wir halten ausdrücklich fest, dass unsere Zusammenfassung keine Wiedergabe im Sinne einer wissenschaftlichen Arbeit ist, sondern wir haben hier die für unsere Marketingarbeit wesentlichen Erkenntnisse verarbeitet.

Wie groß ist die Reiselust bereits im Februar gewesen?

Die bereits im Februar verspürte Reiselust liegt über alle Altersgruppen verteilt relativ gleich bei ca. 55-59%, bei Deutschen nimmt sie ab der Altersgruppe ab 54 Jahre um etwa 10% ab. Dies ergibt keinen merklichen Unterschied zu ähnlichen Fragestellungen vor Corona.

47% der reisewilligen Deutschen haben sich noch nicht für ein Reiseziel entschieden – da liegt Ihr Potenzial!

Grundsätzlich möchten 71% der Deutschen verreisen, in Österreich sind es 79%. Von diesen 71% (Deutsche) haben Anfang Februar 9% gebucht, weitere 15% wissen bereits, wohin sie wollen und weitere 47% haben sich noch nicht entschieden, wohin es heuer gehen soll. Das bedeutet: all diese Konsumenten können noch gewonnen werden. (In Österreich liegt dieser Anteil bei 52%).

Heimat versus Ausland

55% der Deutschen und 54% der Österreicher wollen heuer ihren Urlaub im Heimatland verbringen. Wohin sonst möchten die Deutschen heuer reisen? Nach Italien 16%, Österreich 13%, Spanien 14% und Griechenland 12%, um die wichtigsten Länder herauszugreifen. Grundsätzlich spielt die Pandemie bei der Wahl des Reiseziels insofern eine Rolle, als dass für knapp mehr als 50% der Befragten die Anreise mit dem eigenen Auto bevorzugt wird bzw. Corona ganz allgemein im Entscheidungsprozess mit bedacht wird. Das Interesse am Urlaub im Heimatland ist gestiegen, das Interesse an Reisen in Mittelmeerländer oder in weiter entfernte Destinationen gesunken.

Informationsbedarf, Inspiration, Buchungsvorlauf?

Die Studie weist explizit auf den Informationsbedarf hin (was ist geöffnet, kann ich ohne Impfung oder Test das Ziel bereisen, wie „normal“ kann ich meinen Urlaub verbringen…?). Etwa 37% lassen sich zwischen 1 und 3 Monaten vor dem geplanten Urlaub inspirieren, weitere 11% 4 bis 6 Monate vorher. Buchungen werden trotzdem eher kurzfristig getroffen, weil die Lage beobachtet wird, 24% Deutsche geben an, dass Sie in den letzten 4 Wochen vor Reiseantritt ihre Buchung tätigen werden.

Worauf achten Urlaubsplaner besonders?

Besonders wichtig sind den Reiseplanern eine „Geld-Zurück-Garantie“, großzügige Stornoregelungen, ein geringes Infektionsgeschehen am Zielort und die Sicherheit, dass Hygienemaßnahmen in der Destination und im Hotel umgesetzt werden bzw. MitarbeiterInnen ausreichend getestet sind. Auffällig jedoch auch erscheint uns der Anteil von 27% der Befragten, die eine Ferienwohnung wünschen, um unter sich sein zu können.

Erholungsurlaub, Badeurlaub am Meer, Wanderurlaub/Natururlaub

Mit je 45% an Nennungen für Erholungsurlaub und Badeurlaub halten sich die beiden großen Themen die Waage, wobei offenbar Mehrfachnennungen möglich waren, zumal der Erholungsurlaub ja sowohl am Meer als auch in den Bergen bzw. in der Pampa stattfinden kann. Corona hat – so die Autoren der Studie – nichts an den Urlaubspräferenzen zu „vor Corona“ geändert. Abstand vom Alltag, keinen Stress, schönes Wetter genießen, in der Natur sein: das sind die großen Urlaubsmotive. Die Studie hält übrigens fest, dass das Interesse an Österreich von deutschen Urlaubern eher für die zweite Sommerhälfte größer ist (insbesondere September). Ob diese zeitliche Komponente auch etwa für Südtirol, die Schweiz oder Deutschland als Urlaubsland selbst zutrifft, kann nicht beantwortet werden, weil diese Frage explizit in Bezug auf Österreich gestellt worden ist.

Zusätzliches Fazit der Autoren:

Reglementierungen bzw. das Infektionsgeschehen spielen naturgemäß zum Zeitpunkt der Befragung in der Planung eine große Rolle, die Angst vor Einschränkungen ist größer als jene, sich selbst zu infizieren. Der Wille zum Verreisen ist jedoch ungebrochen, man stellt sich selbst darauf ein, zu einem gewissen Grad flexibel sein zu müssen, erwartet diese Flexibilität aber auch vom Gastgeber. Weiters wird ein großer europaweiter Konkurrenzkampf um den Gast erwartet. Auf letzteres weisen die Autoren im Schlusswort gesondert hin. 

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